Die Natur gibt den Ton an - Kreishandwerkerschaft Herne Castrop-Rauxel Wanne-Eickel

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Die Natur gibt den Ton an

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Die Natur gibt den Ton an
Die Tischler-Innung Herne/Castrop-Rauxel/Wanne-Eickel blickt auf die Einrichtungstrends der imm cologne 2019


 
Auf der internationalen Möbelmesse imm cologne werden immer zum Jahresanfang die aktuellen Einrichtungstrends vorgestellt. Die Fachmesse, die 2019 vom 14. bis zum 20. Januar stattgefunden hat, ist jeweils an den letzten drei Tagen nicht nur für Fachleute, sondern für alle geöffnet. In den aufwändig gestalteten Wohnrauminszenierungen kann dann jeder Inspirationen für das eigene Zuhause sammeln – das Angebot reicht von schönen Leuchten und Tapeten über Polster-, Bauhaus- und Massivholzmöbel bis hin zu ungewöhnlichen Elementen für den Garten. Insgesamt besuchten 150.000 Menschen aus aller Welt die imm 2019.
 
„Slow Living“ nennt sich ein Einrichtungstrend, der für mehr Entschleunigung und Achtsamkeit im Alltag steht. Die imm 2019 zeigte an vielen Ständen dafür die passende Einrichtung: Weiche Stoffe, harmonische Farben, mollige Polstermöbel, viel Holz und Grünpflanzen schaffen ein Ambiente, das Geborgenheit, Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt.
 
Vor allem bei den Klein- und Sitzmöbeln mit ihren gemütlichen, runden Formen, gab es auf der imm viele Rottöne zu sehen: Sie reichen von Rosé-Silber über Rosa-Orange bis Rostrot und Bordeaux. Eher dunkle Grüntöne wie British Racing Green, Grau-Grün und Moosgrün schmückten klassische Einrichtungen. Auch der Hingucker Senfgelb ist 2019 eine häufige Farbe. Meist waren die Stoffe einfarbig – unruhige Muster sind 2019 bei Möbeln die Ausnahme. Wer es zeitlos mag, kann neutrale Naturtöne wie Beige und Grau wählen – hier gibt es immer genug Auswahl.
 
Neben dem Sofa zum Relaxen ist der Esstisch, der eine Hauptrolle auf der imm spielte, zum wichtigsten Möbel aufgestiegen. Dabei werden jetzt häufig gemütliche Sessel statt Stühle um den Tisch gestellt, sodass man hier auch den ganzen Abend mit dem Partner oder Gästen sitzen bleiben kann. Wichtig ist, dass die Plätze am Esstisch nicht zu knapp kalkuliert werden. Einen passenden Esstisch kann man sich auch vom Tischler bauen lassen: „Anders als die Industrie können wir Form, Material und Maße frei gestalten, da wir jedes Möbel individuell für jeden Kunden bauen. Auf Wunsch können wir Tische auch mit einem Auszug ausstatten – dafür gibt es inzwischen raffinierte Lösungen“, sagt Manfred Hegerfeld, Obermeister der Tischler-Innung Herne/Castrop-Rauxel/Wanne-Eickel.

Nachhaltiges Holz
Sehr präsent an den Ständen auf der imm waren die vielen Naturmaterialien wie Massivholz, Rattan, Naturstein, Wolle, Bambus und Leinen. Tropenhölzer, die inzwischen zurecht ein schlechtes Image haben, weil sie oftmals aus Waldrodungen stammen, waren jedoch kaum zu sehen. Heimische Hölzer wie Eiche, Esche und Birke sind dafür mehr denn je gefragt: „Immer mehr Menschen legen beim Möbelkauf Wert darauf, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt“, sagt Manfred Hegerfeld. „Wir Tischler sind auch beim Materialeinkauf wesentlich flexibler als die großen Industrieunternehmen. Wir können auf Wunsch viele verschiedene Hölzer mit FSC- oder PEFC-Siegel bestellen, die ein Nachweis für zertifizierte nachhaltige Forstwirtschaft sind. Viele Tischlereien verwenden außerdem Holz aus der Region, was zusätzlich die Transportwege verkürzt.“ Besonders beliebt ist 2019 Eichenholz, das überall auf der imm zu finden war.

Skandi-Stil und Bauhaus-Design
Auf der Möbelmesse zeigte sich auch, dass der Einfluss des skandinavischen Designs immer noch stark ist. Typisch dafür sind lichte Hölzer wie helle Eiche, die zusammen mit pastelligen Farben sowie Weiß und Textilien aus Wolle oder Fellen den behaglichen nordischen Look ergeben. Wem das zu langweilig ist, kann ihn auch mit anderen Stilen kombinieren: Zum Beispiel mit einem der Sessel im geradlinigen Bauhaus-Design, das in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum feiert. Kunst und Handwerk zusammenzuführen, um eine neue Formensprache für den industriellen Herstellungsprozess zu entwickeln – das war ein Grundgedanke des Bauhaus, das 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet wurde. Viele Hersteller nutzten das Bauhaus-Jubiläum auf der imm, um Re-Editionen oder an das Bauhaus angelehnte, geradlinige, auf das Wesentliche reduzierte Entwürfe vorzustellen. Das zeitlose Design vieler Bauhaus-Möbel fügt sich sehr gut in den anhaltenden Retro-Trend ein, bei dem vor allem das sogenannte Mid-Century-Design – das heißt Entwürfe aus den späten 40er bis 60er Jahren – als Vorbild für moderne Möbel verwendet werden. Diese Stühle, Sessel, Sideboards oder Tische werden gerne mit anderen Trends gemixt.
 
Wer es opulenter und eleganter mag, konnte sich auf der imm bei den Herstellern, die auf den luxuriösen Glamour-Stil setzen, umschauen: Nachtblauer oder dunkelgrüner Samt, dunkles Holz in Kombination mit Glas, Marmor oder Metall in Gold, Silber oder Messing, dazu Kronleuchter und andere Leuchten mit gedämpftem Licht, machen diesen Look aus.

Microliving: Den Platz optimal nutzen
In Deutschland leben schon heute drei von vier Bewohnern in Städten, im Jahr 2050 werden es voraussichtlich fast 85 Prozent sein. Wohnraum verdichtet sich in den urbanen Räumen immer mehr und wird vor allem in den Großstädten immer teurer. Das bedeutet, dass sich dort immer mehr Menschen mit wenig Platz begnügen müssen. Häufig muss dann ein Raum mehrere Funktionen erfüllen. „Microliving“ nennt sich dieser Trend zur Wohnraumoptimierung. Dazu passen die Paravents, die zum Abteilen von Bereichen im Raum genutzt werden können, und auf der imm in allen möglichen Varianten zu sehen waren. Im Trend liegen 2019 auch Spiegel: Sie können kleine Räume optisch vergrößern und werden wie Bilder an der Wand arrangiert.

Die imm 2019 zeigte auch viele multifunktionale Möbel, die bei Bedarf neu zusammengestellt, ausgeklappt oder erweitert werden können. Häufig gilt es aber auch für eine optimale Raumnutzung individuelle Lösungen zu finden, die es von der Stange einfach nicht gibt: „Wer sich einen passgenauen Kleiderschrank wünscht, den Platz unter der Dachschräge oder unter der Treppe als Stauraum oder die Nische für ein Bücherregal nutzen möchte, findet nur mit sehr viel Glück eine Lösung im Möbelhaus“, sagt der Obermeister Manfred Hegerfeld. „Für uns Tischler sind das jedoch Standardaufgaben.“

Fließende Übergänge
Früher gab es Wohnzimmer, Esszimmer und Küche. Heute sind diese Bereiche nicht mehr klar voneinander abgetrennt: 30 Prozent aller neu gebauten Häuser haben inzwischen eine offene Küche, die fließend in das Wohnzimmer übergeht. Auch der Übergang zwischen draußen und drinnen verwischt. Noch nie gab es auf der imm so viele Anbieter von wetterfesten Outdoor-Möbeln wie in diesem Jahr. Die Möbel werden hier immer hochwertiger und können genauso gut in der Wohnung stehen: von Sofas inklusive Teppich und Stehlampe über die Sommer-Bar mit Barhockern bis hin zum runden Bettsofa, das à la James Bond wie eine Muschel aufgeklappt werden kann. Auf keinen Fall im Garten fehlen darf der Grill, die Feuerstelle oder – wer es exklusiver mag – auch die Outdoor-Küche, die es in mehreren Ausführungen auf der imm zu sehen gab.



Tischler gestalten Lebensräume
Tischler gestalten die Räume ihrer Kunden persönlich – vom einzelnen Möbel über den Fußboden und die Treppe bis zum kompletten Innenausbau: Flurmöbel, Badmöbel, Bücherregale, Massivholzesstische und Multimedia-Wohnzimmerschränke gehören genauso zu ihrem Repertoire wie komplette Küchen oder Dachschrägenschränke. Tischler nehmen sich für jeden einzelnen Kunden Zeit – denn die Beratung, aus der die individuelle Planung erwächst, ist die Basis ihrer Arbeit. Auf die ausführliche Beratung und Planung folgt die effiziente Fertigung mithilfe traditioneller Handwerkstechniken, aber auch mit modernen und häufig computergesteuerten Maschinen. Auch für Fenster, Haustüren und Innentüren sind Tischler die richtigen Ansprechpartner. Dazu gehört, dass sie sich auch mit dem Einbruchschutz auskennen: Tischler wissen, welche Sicherheitsmaßnahmen an Fenstern und Türen besonders wirkungsvoll sind, um Langfinger sicher vom eigenen Heim fern zu halten.
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