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Alle Wege führen in die Küche

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Alle Wege führen in die Küche
Grenzen zwischen einzelnen Wohnbereichen verschwimmen immer mehr – Tischler werfen einen Blick auf aktuelle Küchentrends

In längst vergangenen Zeiten war die Feuerstelle der zentrale Platz im Haus. Dort traf man sich, dort aß man, dort redete man miteinander – vor allem auch, um die Wärme des prasselnden Holzes zu spüren. Doch auch ohne offenes Feuer hat sich die Küche in den vergangenen Jahren ihren Status als Herzstück des Hauses zurückerobert. „Das immer stärkere Verschmelzen mit anderen Wohnbereichen ist ein ungebrochener Trend“, sagt Manfred Hegerfeld, Obermeister der Tischler-Innung Herne/Castrop-Rauxel/Wanne-Eickel. „Das zeigt sich an versteckten Elektrogeräten und Dunstabzugslösungen ebenso wie an der Gestaltung der Küchenmöbel.“

Die Küche wird nicht darauf beschränkt, Küche zu sein. Das Sofa direkt neben dem Küchenblock, Sessel und Stehlampe vis-a-vis zum Esstisch: Bei der – gerade in Neubauten – zunehmend offenen und wandlosen Gestaltung der Räume ist ein immer stärkeres Verschwimmen der Grenzen zwischen einzelnen Wohnbereichen nur konsequent. Im Neubau wohnen knapp 30 Prozent der Deutschen in einer wandlosen Kombination aus „Kochen-Essen-Wohnen“.

 
Wie in allen anderen Bereichen des Hauses ist die LED-Technik auch aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Ob als Arbeitsbeleuchtung oder atmosphärisches Licht: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. „Neben der offenen Gestaltung der Räume liegt auch ein offenes Design der Küchenmöbel im Trend“, erklärt Manfred Hegerfeld. Einzelne Regalböden und offene Regale – mit und ohne Beleuchtung – bilden in modernen Küchen vielfach eine Alternative zu klassischen Oberschränken.

Designer-Dunstabzug

„Die wandlose Gestaltung rückt das Thema Dunstabzug in den Vordergrund“, so der Obermeister. „Denn die offenen Räume sollen ja trotzdem möglichst frei von störenden Gerüchen bleiben.“ Stark wachsend ist dabei der Anteil der in das Kochfeld integrierten Dunstabzugstechnik. Rund ein Viertel der in 2018 in Deutschland verkauften Küchen verfügt über Kochflächen mit einem integrierten Dunstabzug, der die Kochschwaden nach unten absaugt. „Doch auch bei der klassischen Absaugung nach oben geht der Trend immer weiter in die Richtung, den Dunstabzug möglichst stilvoll und harmonisch zu integrieren“, erklärt Manfred Hegerfeld.

Küche auf kleinem Raum

Offen gestaltete und große Küchen sind das eine, platzsparende Küchen für kleine Wohnräume das andere. Insbesondere in Städten nimmt aufgrund steigender Preise für Wohnraum die Nachfrage nach kleinen und voll funktionsfähigen Küchen spürbar zu. „Hier können wir als Tischler individuelle und optimal an den Raum angepassten Lösungen anbieten“, so Hegerfeld. Ausziehbare Arbeitsflächen, Klapptische, Eckschranklösungen und elektrisch höhenverstellbare Oberschränke kommen dabei genauso zum Tragen wie auch die sogenannten „Taschentüren“, die aktuell eine Renaissance erleben. Da diese vollständig in den Seiten des Schranks verschwinden, stehen sie in geöffneter Position nicht im Wege. Auf der anderen Seite lassen sie im geschlossenen Zustand nicht gebrauchte Arbeitsflächen elegant verschwinden.

Matt und ohne Fingerabdrücke
„Bei den Farben für Küchenmöbel dominiert seit einigen Jahren das Spektrum der Grautöne bis hin zu Schwarz“, sagt Manfred Hegerfeld. Die Nachfrage nach Küchenfronten in Hochglanzoptik sieht der Obermeister dabei als rückläufig an. Stattdessen seien Mattlack und mattes Lacklaminat angesagt – oft auch in Kombination mit Massivholz, Echtholzfurnier oder auch Steinfurnier. „Wichtig dabei ist, dass sich Arbeitsplatten und Fronten leicht reinigen lassen und pflegeleicht sind“, so Hegerfeld. „Angesagt sind beispielsweise tief-matt anmutende Soft-Touch-Oberflächen, auf denen keine Fingerabdrücke zu sehen sind.“

Tischler gestalten Lebensräume
Tischler gestalten die Räume ihrer Kunden persönlich – vom einzelnen Möbel über den Fußboden und die Treppe bis zum kompletten Innenausbau: Flurmöbel, Badmöbel, Bücherregale, Massivholzesstische und Multimedia-Wohnzimmerschränke gehören genauso zu ihrem Repertoire wie komplette Küchen oder Dachschrägenschränke. Tischler nehmen sich für jeden einzelnen Kunden Zeit – denn die Beratung, aus der die individuelle Planung erwächst, ist die Basis ihrer Arbeit. Auf die ausführliche Beratung und Planung folgt die effiziente Fertigung mithilfe traditioneller Handwerkstechniken, aber auch mit modernen und häufig computergesteuerten Maschinen. Auch für Fenster, Haustüren und Innentüren sind Tischler die richtigen Ansprechpartner. Dazu gehört, dass sie sich auch mit dem Einbruchschutz auskennen: Tischler wissen, welche Sicherheitsmaßnahmen an Fenstern und Türen besonders wirkungsvoll sind, um Langfinger sicher vom eigenen Heim fern zu halten.
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